Gegen (fast) jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen! Im wahrsten Sinne des Wortes: Probieren Sie Heilung auf natürliche Weise.

Doch auch Heilpflanzen müssen richtig ausgewählt und angewendet werden. Unser geschultes Fachpersonal hilft Ihnen gern dabei!

Heilpflanzen - Kräfte der Natur

Auch heute noch bilden die Kräfte der Heilpflanzen die Grundlage vieler Heil- und Arzneimittel. Wichtig war es und wird es auch bleiben, Heilpflanzen richtig zu gebrauchen und rechtzeitig anzuwenden; dann können sie wertvolle Helfer zur Verhinderung und Linderung von Alltagsbeschwerden sein oder gar zur Heilung von Krankheiten dienen.

Ohne Kenntnisse über die Wirkung der Heilpflanzen sollte jedoch niemand Hilfe und Heilung suchen, auch nicht, wenn es sich nur um die Behandlung von leichten Gesundheits- und Befindlichkeitsstörungen handelt. So kann beispielsweise ein Sennesblättertee bei falscher Zubereitung oder gar Überdosierung ernsthafte Gesundheitsstörungen hervorrufen.

Am besten kann der Apotheker die Grenzen der Selbstmedikation mit Heilkräutern beurteilen. Seinen fachmännischen und kostenlosen Rat über Zubereitung und Wirkung sollten deshalb Laien nutzen. Der Apotheker ist zugleich Garant für eine stets gleichbleibende Qualität der Heilpflanzen, denn er darf nur solche anbieten und verkaufen, die den gesetzlichen Anforderungen nach Reinheit und Gehalt des Deutschen Arzneibuches oder entsprechender Vorschriften genügen.

Trotz berechtigtem Vertrauen in die Heilkräutertherapie sollte jedoch nie vergessen werden: Selbstmedikation hört auf, wenn keine Besserung eintritt. Bei einer akuten Erkrankung sollte man selbstverständlich den Arzt aufsuchen.

Arnikablüten Kümmel
Baldrianwurzel Lindenblüten
Bärentraubenblätter Löwenzahnwurzel
Birkenblätter Melissenblätter
Brennesselkraut Mistelkraut
Enzianwurzel Pfefferminzblätter
Faulbaumrinde Salbeiblätter
Fenchel Schafgarbenkraut
Heidelbeeren Sennesblätter
Huflattichblätter Süßholzwurzel
Johanniskraut Tausendgüldenkraut
Kalmuswurzel Wermutkraut
Kamillenblüten Zaubernussrinde

Arnikablüten

bei Zerrungen, Verstauchungen, Quetschungen, Blutergüssen und schlecht heilenden Wunden als Umschlag.

Zubereitung: 2 Teelöffel mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen.

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Baldrianwurzel

bei nervösen Reizzuständen, Unruhe, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, nervösem Herzklopfen, nervösen Magen- und Darmerkrankungen.

Zubereitung: 2 Teelöffel mit 1/4 Liter kaltem Wasser übergießen und 8 Stunden stehen lassen oder mit kochendem Wasser übergießen, 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. 2-3 mal täglich lauwarm trinken oder abends 1-2 Tassen warm trinken.


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Bärentraubenblätter

bei Blasen- und Nierenbeschwerden, als Desinfektionsmittel auch der ableitenden Harnwege.

Zubereitung: 1 Teelöffel mit 1 Tasse Wasser kalt übergießen, 12 bis 14 Stunden stehen lassen, abseihen. 2-3 mal täglich 1 Tasse leicht angewärmt trinken.

Hinweis: Nicht für den Dauergebrauch; Vorsicht bei empfindlichen Mägen; saure Speisen vermeiden.

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Birkenblätter

bei Wassersucht, Rheuma, Gicht, Harnverhaltung; zur Blutreinigung.

Zubereitung: 2 gehäufte Teelöffel mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, nach 10 Minuten abseihen. 2 bis 3 Tassen pro Tag mäßig warm trinken.

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Brennesselkraut

bei Stoffwechselstörungen, Rheuma, Gicht-, Galle- und Leberbeschwerden, zur Blutreinigung

Zubereitung: 2 gehäufte Teelöffel mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Morgens und abends 1 Tasse.

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Enzianwurzel

bei Appetitlosigkeit, Magen- und Darmbeschwerden, Völlegefühl

Zubereitung: 1 Teelöffel mit 1/4 Liter Wasser übergießen. 5 Minuten kochen lassen. Vor den Hauptmahlzeiten mäßig warm trinken.

Hinweis: Nicht bei übersäuertem oder reizempfindlichen Magen.Hinweis:


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Faulbaumrinde

bei Stuhlverstopfung

Zubereitung: 1 Teelöffel mit 1/4 Liter kaltem Wasser 12 Stunden ziehen lassen. 1 Tasse Tee am Abend.

Hinweis: keine Daueranwendung; nicht bei Darmverschluss; nicht in der Schwangerschaft.

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Fenchel

bei Blähungen, krampfartigen Magenbeschwerden, Husten

Zubereitung: 2 Teelöffel frisch zerdrückter Früchte mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2 - 3 Tassen täglich.

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Heidelbeeren

bei Durchfall besonders bei Kindern.

Zubereitung: 1 Esslöffel mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und noch 10 Minuten lang auskochen. Mehrmals täglich 1 Tasse trinken.

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Huflattichblätter

bei Reizhusten, Bronchitis

Zubereitung: Pro Tasse 2 Teelöffel heiß überbrühen und nach 10 Minuten abseihen. 3 mal täglich 1 Tasse gut warm trinken, mit viel Honig süßen.

Hinweis: Nicht in Schwangerschaft und Stillzeit; kein Dauergebrauch.

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Johanniskraut

bei nervöser Unruhe, Schlafstörungen, leichten depressiven Verstimmungen.

Zubereitung: 2 Teelöffel mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen. 2 - 3 Tassen täglich. Teekur über mehrere Wochen.

Hinweis: Intensive Sonnenbestrahlung vermeiden. Beeinträchtigt Wirksamkeit oraler Kontrazeptiva ("Antibabypille").

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Kalmuswurzel

bei nervösen Magenbeschwerden, leichten Galle- und Leberschäden, Appetitlosigkeit.

Zubereitung: 2 Teelöffel mit 1/4 Liter Wasser heiß überbrühen, ziehen lassen, 2 mal täglich eine Tasse lauwarm trinken.

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Kamillenblüten

bei Entzündungen verschiedenster Art, vor allem Schleimhautentzündungen, bei schlecht heilenden Wunden, Magen-Darmbeschwerden, Blähungen und Krämpfen.

Zubereitung: 1 bis 2 gehäufte Teelöffel mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Zum Trinken, zur Rollkur, zu Bädern, Umschlägen, Spülungen und Dampfbädern.

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Kümmel

bei Blähungen, Magen-, Darm- sowie Gallenbeschwerden.

Zubereitung: 2 Teelöffel frisch zerdrückter Früchte mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen.

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Lindenblüten

bei Erkältungen, grippalen Infekten und Rheuma als Schwitztee. Sie dienen auch zur Steigerung der Abwehrkräfte des Körpers.

Zubereitung: 1 bis 2 Teelöffel mit 1/4Liter sprudelnd heißem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Heiß trinken!

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Löwenzahnwurzel

mit Kraut bei chronischem Rheuma, chronischen Gelenkerkrankungen, Gallen- und Nierensteinen. Gut zur Frühjahrskur.

Zubereitung: 2 gehäufte Teelöffel mit 1/4 Liter kaltem Wasser übergießen und zum Sieden erhitzen. Nach einigen Minuten abseihen.

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Melissenblätter

bei nervöser Unruhe, Schlafstörungen, nervösen Darm- und Magenbeschwerden, Herzbeschwerden, Galle-Leberleiden, Erkältungskrankheiten.

Zubereitung: 2 - 3 Teelöffel mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen. 3 - 5 Tassen pro Tag.

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Mistelkraut

unterstützend bei hohem Blutdruck und Herzbeschwerden älterer Menschen.

Zubereitung: 1 gehäuften Teelöffel mit 1/4 Liter Wasser übergießen und bei Raumtemperatur 10 Stunden ziehen lassen. 2 - 3 Tassen täglich.

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Pfefferminzblätter

bei Magen-, Darmbeschwerden mit Übelkeit und Erbrechen oder krampfartigen Schmerzen, bei Gallenblasen.

Zubereitung: 2 gehäufte Teelöffel mit 1/4 Liter warmem Wasser übergießen und zugedeckt 10 Minuten stehen lassen. Nicht süßen.

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Salbeiblätter

als Gurgel- oder Spülmittel bei Hals-, Rachen-, Mundschleimhaut-, Zahnfleischentzündungen.

Zubereitung: Zum Gurgeln 1 - 2 gehäufte Teelöffel mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen.

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Schafgarbenkraut

bei Magen-, Darmbeschwerden; in Teemischungen bei Appettitmangel, Galle-, Leberbeschwerden, Blähungen, Appetitlosigkeit.

Zubereitung: 2 Teelöffel mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, nach 10 Minuten abseihen. 3 Tassen pro Tag warm trinken.

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Sennesblätter

bei Darmträgheit, Verstopfung. Etwas stärker wirksam als Faulbaumrinde.

Zubereitung: 1 bis 2 Teelöffel auf 1/4 Liter Wasser 8 bis 10 Stunden kalt stehen lassen.

Hinweis: keine Daueranwendung; nicht bei Darmverschluss; nicht in der Schwangerschaft.

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Süßholzwurzel

bei Husten und Magenbeschwerden (bes. Gastritis und Magengeschwüren).

Zubereitung: 1 gehäufter Teelöffel mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen.

Hinweis: Nicht zum Dauergebrauch, vor allem nicht bei Bluthochdruck.

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Tausendgüldenkraut

bei Appetitlosigkeit, Verdauungsgeschwerden durch zu geringe Magensaftbildung oder gestörten Galleabfluß.

Zubereitung: 1 - 2 Teelöffel mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Jeweils 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten 1 Tasse frisch bereiteten Tee trinken.

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Wermutkraut

als Bitterdroge appetitanregend und magenstärkend.

Zubereitung: 1 Teelöffel feingeschnittenes Wermutkraut mit einer Tasse kochenden Wassers überbrühen, 5 Minuten bedeckt ziehen lassen, abseihen. Vor dem Frühstück und Mittagessen je eine Tasse trinken.

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Zaubernussrinde

Virginische Zaubernußrinde, auch Hamamelisrinde.

Zu Umschlägen und Spülungen, u.a bei Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen sowie leichten Hautverletzungen, Hämorrhoiden und Krampfaderbeschwerden.

Zubereitung: Abkochungen aus 5-10 g Droge auf ca. 250 ml Wasser.

Hinweis: Die äußerliche Anwendung kann bei empfindlichen Personen zu allergischen Hautreaktionen führen.

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